Wassergewinnung


Zur Wassergewinnung nutzt man in unserer Region Grundwasser und Oberflächenwasser.

Grundwasser aus Sandschichten ist für die Trinkwassergewinnung am besten geeignet. Man findet es in der Nähe von Flussläufen, in Urstromtälern und in sandigen Aufschüttungen aus den Eiszeiten.

Porige Böden (Sande, Kiese, usw.) haben eine filternde und damit reinigende Wirkung, die bei klüftigem Gestein (zusammenhängende Klufträume) ganz oder fast ganz fehlt. Wenn sich das Grundwasser lange genug in porigem Boden aufhält und dabei einen entsprechend langen Fließweg zurücklegt, nimmt es die mittlere Bodentemperatur (8 - 12°C) an und wird keimfrei. Diese Eigenschaften (gleichmäßige Temperatur, guter Geschmack, Keimfreiheit, usw.) machen das Grundwasser für die Trinkwasserversorgung besonders geeignet.
Aus den durchflossenen Bodenschichten werden von dem Wasser organische und anorganische Stoffe aufgenommen und gelöst. Gelöste Salze werden durch die Filterwirkung des Bodens nicht beseitigt. Wenn die schädlichen oder störenden Grenzen überschritten werden, ist das Grundwasser aufzubereiten. Mit größerer Tiefe und damit größerem Druck nimmt auch die Lösungsfähigkeit für Gase zu.

Oberflächenwasser aus kann aus Talsperrenbecken entnommen werden. Sie können große Trink- und Brauchwasserreserven aufnehmen und dabei gleichzeitig als Rückhaltebecken zur Regulierung der Abflussschwankungen von Flüssen sowie als Wasserspeicher für Wasserkraftanlagen dienen (Mehrzweck-Talsperren). Im Wesentlichen wird die Wasserqualität, wie bei natürlichen Seen, durch die Qualität der Zuflüsse aus dem Einzugsgebiet bestimmt.
Flusswasser ist Verunreinigungen am stärksten ausgesetzt und deshalb für die Trinkwasserversorgung am wenigsten geeignet.

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